SCHICK: Paradise Papers: Steueroasen trockenlegen!

Mo 5. Februar 2018
19:00

Gewerkschaftshaus Mannheim, (Hans-Böckler-Str. 1),
Bleicher-/Loderer-Saal (Eingang Neckarseite)

Paradise Papers: Steueroasen trockenlegen!
Steuertricks stoppen!

VORTRAG + DISKUSSION MIT DR . GERHARD SCHICK
(MdB, FINANZPOLITISCHER SPRECHER FRAKTION BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN )

Veranstalter: attac Mannheim & Ludwigshafen

Im vergangenen Herbst enthüllten Medien unter dem Titel Paradise Papers die Steuertricks von zahlreichen
Unternehmen und superreichen Persönlichkeiten sowie 120 Politikern weltweit. In den Steueroasen haben diese
schätzungsweise 7,9 Billionen Euro versteckt. Allein Deutschland entgehen durch die Steuervermeidung über
Briefkastenfirmen jährlich 17 Milliarden Euro. Doch bisher hat die Politik wenig dagegen getan oder sich sogar
dagegen gewehrt, diese Steueroasen trockenzulegen

Daher fordert Attac:

– Öffentliche Transparenzregister:
Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentümer hinter Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen.

– Verbot und hohe Geldstrafen für Geschäfte in
Steueroasen:
Allen in Deutschland bzw. in der EU tätigen Banken und Firmen muss verboten werden, Geschäfte in
Staaten zu machen, die nicht mit den deutschen oder europäischen Steuerbehörden kooperieren.
– Country-by-country-reporting:
Multinationale Konzerne müssen offenlegen, in welchen Staaten sie aktiv sind und wieviel Umsatz, Beschäftigte,
Investitionen, Gewinne und Steuern in dem jeweiligen Land anfallen.

– Gesamtkonzernsteuer:
Eine starke EU-weit einheitliche Besteuerung von Konzernen mit verpflichtenden Mindeststeuersätzen
würde Steuertricks durch Gewinnverschiebung in Steueroasen effektiv verhindern.
Attac setzt sich seit Jahren für eine konsequente Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Steuerflucht und
Steuervermeidung ein.

Gerhard Schick ist seit 2007 finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und ein
starker Verfechter eines Transparenzregisters zur Erschwernis von Steuervermeidung. Im Bundestag brachte
er schon mehrere Anträge zu Steuerpolitik und Finanzmarktregulierung ein.