Der Roboter und sein Diener

Mi 29. November 2017
18:00bis20:00

Ort wird noch bekannt gegeben.

Der Roboter und sein Diener
– Eine Reise durch die
Automatisierungsgeschichte aus Perspektive der lebendigen Arbeit

Seit dem 18. Jahrhundert wecken Automaten Wunschbilder und
Schreckensvisionen. Die selbsttätige Maschine verspricht „die
Emanzipation der Geschäftswelt von der menschlichen Arbeitskraft“ – ein
perpetuum mobile der Gewinnmaximierung, eine Produktion ganz ohne
menschliche Produzenten und Produzentinnen. Ihnen wird die Freisetzung
und Überflüssigkeit in Aussicht gestellt. Die gegenwärtige Gestalt
dieser Automatenfantasie sind schlaue Algorithmen und lernende
Maschinen. Aber unter der Programmoberfläche steckt weiterhin die Arbeit
von Menschen. Seit mittlerweile drei Jahrhunderten wird sie abgeschafft
– merkwürdigerweise ist hinterher immer mehr davon da als vorher.

Matthias Becker stellt sein eben erschienenes Buch „Automatisierung und
Ausbeutung – Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?“
(Promedia) vor und beschreibt den Formwandel des Automaten bis heute.


„Wir sind uns einig, die Arbeiter brauchen keine Intellektuellen, um zu
wissen, was sie tun. Das wissen sie sehr gut alleine“.
Michel Foucault, 1973