Frieden in Kolumbien – Nur auf dem Papier?

Sa 20. Mai 2017
18:00bis20:00

MA, Uni Mannheim, Raum O135:

Frieden in Kolumbien – Nur auf dem Papier?
Offene Diskussionsrunde
Referent/innen: Eric Bejarano (Sozial-Anthropologe, Dozent und
Forscher für Iberoamerikanische Geschichte an der Uni Bielefeld), Anja
Peschel (Uni Mannheim), Christiane Schwarz (kolko e.V.), Semillero
Kolumbien (FU Berlin).

Im Volksreferendum am 2. Oktober 2016 lehnte die knappe Mehrheit der
Kolumbianer den bis dahin ausgearbeiteten Friedensvertrag zwischen der
kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Organisation FARC (Fuerzas
Armadas Revolucionarias de Colombia) überraschend ab. Kurz darauf
setzte die Regierung mit der FARC einen neuen Vertrag auf, der
schließlich durch Senat und Abgeordnetenhaus gebilligt wurde. Im
Februar 2017 begann dessen konkrete Umsetzung – doch ist dies erst der
Anfang eines langen bevorstehenden Prozesses, dem über 50 Jahre
andauernden gewalttätigen Konflikt im Land ein Ende zu bereiten.

In einer offenen Diskussionsrunde möchten wir die Hintergründe der
aktuellen Entwicklungen in Kolumbien beleuchten: Warum wurde die erste
Version des Friedensabkommens vom Volk abgelehnt und welche
grundlegenden Veränderungen wurden in die zweite Version mit
aufgenommen? Was sind nun wichtige Schritte auf dem Weg zu einem
langfristigen Frieden und welchen Akteuren fallen dabei zentrale
Rollen zu? Wie kann, nach jahrzehntelangem Blutvergießen, überhaupt
eine gemeinsame Aufarbeitung stattfinden und sich ein langfristiger
Frieden etablieren, der nicht nur auf dem Papier existiert?

Veranstalter: IDEIAS e.V.

Im Rahmen des Festival Latino 2017

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