Erwin Eckert und die Rote Hilfe Deutschlands

Mo 29. Mai 2017
19:00bis21:00

im Pfadfinderkeller G 7, 41, Mannheim:

Erwin Eckert und die Rote Hilfe Deutschlands

eine Veranstaltung des Erwin – Eckert – Forums „Religion und Sozialismus“ Mannheim

Erwin Eckert ist in erster Linie als prominenter Vertreter des Bundes der Religiösen Sozialisten und als KPD-Abgeordneter bekannt. Wenig thematisiert wird hingegen seine aktive Beteiligung am antifaschistischen Widerstand während der NS-Zeit. So arbeitete Eckert nach seiner Entlassung aus dem NS – Gefängnis im Oktober 1933 an führender Stelle in der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) in Frankfurt mit und stand in engem Austausch mit der Bezirksleitung um Lore Wolf und Fritz Köhne. Durch seine Mithilfe beim Verfassen von Flugblättern und Zeitungen, durch Spendensammlungen für die Familien der politischen Gefangenen und durch die Vermittlung von Kontakten zu kritischen christlichen Kreisen spielte er eine zentrale Rolle in der Solidaritätsorganisation. Nachdem ein Gestapospitzel die Leitung der RHD Hessen-Frankfurt infiltriert hatte, wurde auch Erwin Eckert verhaftet und am 9. Oktober 1936 vom Oberlandesgericht Kassel zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren acht Monaten verurteilt.
Der Vortrag mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) will diesen weitgehend vernachlässigten Aspekt im Leben Eckerts beleuchten. Die Referentin ist Autorin der Broschüre „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“, die sich intensiv mit dem antifaschistischen Widerstand der RHD in der Illegalität ab 1933 befasst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *